| |
|
 |
|
Für Michl |
Auf dieser Seite möchte ich
das Buch "Kurti und der
Regenwurm" vorstellen, das mir aus persönlichen Grün-
den ganz besonders am Herzen liegt.
|
|
Die
Veröffentlichung |
Im Rahmen des
Gedenk-konzertes anlässlich des einjährigen Todestages von Michael
Knögel las Pfarrer Markus Paul Gärtner aus einem in Michls Nachlass
gefundenen und von ihm verfassten Manuskript vor. Anwesend waren u.a.
ich,
die seinerzeit diesen Text illustriert hatte, und Michls
Schulfreund Christian Sievers, für dessen Zeitungsverlag Michl bis
zuletzt als Journalist tätig war. Spontan
entschlossen wir
uns beide, das unsere dazu zu tun, um das
Manuskript zu veröffent-
lichen.
Fast fällt es schwer, an
Zufall zu glauben, denn durch das Konzert
wurden genau die Menschen an einem Ort zusammenge-
führt und
miteinander bekanntgemacht, die ge-
meinsam
für die Veröffent-
lichung
des Manuskriptes sorgen konnten und
wollten –
für Dich, Michl!
|

|

zurück |
Kurti und der Regenwurm
Verlag Dreisbach
Maulwurf Kurti mag
Regenwürmer – am liebsten zum Frühstück.
Doch eines Morgens, als Kurti gerade einen Regenwurm verspeisen
will, fängt der plötzlich an mit ihm zu sprechen! Sofie, so heißt
das Regenwurmmädchen, findet Kurti nett. Spontan beschließt es, bei ihm
einzuziehen. Allerdings hat Kurti da noch ein Wörtchen mitzureden.
Zwar kann er Sofie nicht mehr fressen, denn er kennt jetzt ihren
Namen, aber bei ihm einziehen wird sie NIEMALS!
Doch so schnell gibt Sofie nicht auf. Ob es ihr schließlich doch
noch gelingen wird?
Text: Michael Knögel
56 Seiten,
15 x 21,5 cm
12,90 € [D]
ISBN: 978-3-9800541-0-2 |
|
|
Über den Autor |

Michael
Knögel („Michl") war Musiker und Journalist. Dass seine Liebe
eindeutig der Musik gehörte, die auch den größten Teil seiner Zeit
in Anspruch nahm, hat seiner zweiten Leidenschaft, dem Schreiben,
keinen Abbruch getan. Seine Freude am geschriebenen Wort, an einer gelungenen Formu-lierung, einem anrührenden Gedicht, einem treffenden Kommentar und eben auch an Geschichten von und für Kinder war in allen seinen Arbeiten stets zu
spüren. Dutzende wenn nicht Hunderte von Manuskript-seiten sowie
unzählige Eigenkompositionen haben seinem eigenen hohen Anspruch
nicht genügen können und sind unver-
öffentlicht geblieben.
Das vorliegende Werk hatte er bereits vor Jahren vollendet.
Sein Blick für Details und sein feiner Humor sind in diesem Text
deutlich spürbar und lassen Michl in
seiner Geschichte weiterleben."
|

|
|
Der da so
gemütlich im Bett liegt und träumt, das ist Kurti. Eigentlich heißt
er ja Manfred-Anton-Udo-Ludwig-Walter-Ullrich-Robert-Ferdinand. Aber
seinen Freunden war es eines Tages zu mühsam geworden, immer sagen
zu müssen: „Grüß dich, Manfred-Anton-Udo-Ludwig-Walter-Ullrich-Robert-Ferdinand!“
Deshalb hatten sie zu ihm gesagt: „Sei so gut, und such' dir einen
von deinen Namen aus, mit dem wir dich rufen können. Einen kurzen,
bitte.“
Weil ihm aber alle seine Namen gleich lieb waren und er sich für
keinen entscheiden konnte, dachte er sich einen ganz neuen Namen
aus: Kurti. Und irgendwie fand jeder, daß dieser neue Name viel
besser zu ihm paßte als
Manfred-Anton-Udo-Ludwig-Walter-Ullrich-Robert-Ferdinand.
Und kürzer war er auch.

Das
Schönste ist für Kurti, wenn er sein Frühstück ans Bett gebracht
bekommt.
Man sollte meinen, daß das bei einem alten Junggesellen, der allein
in seinem Bau lebt, nicht besonders oft vorkommt. Aber weil Kurti
ein Maulwurf ist und unter der Erde wohnt, verirrt sich immer wieder
mal ein Regenwurm zu ihm. Regenwürmer sind von Natur aus ziemlich
neugierig und müssen alles ganz genau untersuchen und anstupsen. Mit
dem Schwanz, weil sie ja keine Hände haben. Und wenn nun so ein
Regenwurm in Kurtis Schlafzimmer kommt und ihn anstupst, dann ist
das für Kurti, als ob ihm jemand sein Frühstück ans Bett brächte.
Genau genommen ist es sogar so, als ob sich das Frühstück selbst ans
Bett brächte. Man stelle sich vor, man würde morgens von einem
Marmeladebrötchen geweckt, das zu einem ins Bett gekrabbelt kommt
und einen anstupst. Oder von einem Schokoladenpudding. Oder einem
Brathähnchen, ganz nach Geschmack. So ist das.
Für Kurti ist es deshalb das Schönste, von einem leckeren Regenwurm
geweckt zu werden. Und genau das geschah an diesem Morgen.
Kurti wollte den Wurm gerade genüßlich einsaugen wie eine dicke
Nudel, als er eine feine Stimme hörte. Direkt vor seiner Nase.
„Willst du mit mir spielen?“
Kurti traute seinen Ohren nicht: Der Wurm sprach mit ihm! Und wenn
er etwas nicht leiden konnte, dann war es, wenn sein Essen mit ihm
sprach. Meistens waren das dann Ausreden wie „Ich bin furchtbar zäh
und schmecke gar nicht gut“ oder „Ich habe die Masern, und du wirst
dich anstecken, wenn du mich frißt“.
Kurti mochte das nicht. Ihm war es am liebsten, wenn das Essen
stillhielt und sich ohne Murren verschlingen ließ. Dann mußte er
nicht großartig darüber nachdenken, wer sein Essen war, wo es herkam
und was es vielleicht an diesem Tag noch vorgehabt hätte, wenn es
nicht gerade einem hungrigen Maulwurf über den Weg gelaufen wäre.
|
|
Wie und warum die Geschichte entstand |
|
Die
Geschichte „Kurti und der Regenwurm“ entstand, weil ich für mein
Leben gerne Kinderbücher illustrieren und Michl ebenso gerne solche
(und andere Bücher) schreiben wollte.
Als wir dies erkannten, begann sich aus der bisherigen Bekanntschaft
eine Freundschaft zu entwickeln. Und was lag nun näher, als ein
gemeinsames Projekt zu planen?
Schon war es beschlossen: Michl würde einen Kinderbuchtext schreiben
und ich wollte ihn bebildern. Gemeinsam dachten wir uns die Hauptperson, den Maulwurf „Kurti“, aus. Die Geschichte selbst war
dann Michls Sache.
Zusammen mit meinen Skizzen wollten wir die Geschichte Verlagen
anbieten und uns so unseren gemeinsamen Traum erfüllen:
die Veröffentlichung unserer Geschichte.
„Kurti und der Regenwurm“ ist für mich eine sehr persönliche
Erinnerung an Michl und eine gemeinsam erlebte Zeit, die geprägt war
von Hoffnung und leidenschaftlichem Einsatz für unser Projekt.
Damals ist es uns nicht gelungen, die Geschichte zu veröffentlichen.
Ich freue mich daher ganz besonders, dass unser beider Wunsch
sich nun doch noch erfüllt hat. |
|
 |
|
|
|
|